Der Hitze trotzen mit Verdunstungskühlung
17.08.2026
Vor zwei Jahren hat das Klinikum begonnen, das Prinzip der „adiabatischen Kühlung“ in seinen Gebäuden umzusetzen. Im Haus K, in dem zum Beispiel die chirurgischen Stationen und die Wöchnerinnenstation untergebracht sind, und im Bettenhaus C installierte die Technikabteilung Kühlregister mit Sprühventilen. Bei diesen wird aufbereitetes Wasser durch Ventile auf das Register gesprüht und somit feucht gehalten. Durch die befeuchteten Register strömt wiederum die Abluft aus den Gebäuden. In Summe sind dies allein bei Haus K mehr als 100.000 m³ Luft in der Stunde. An den feuchten Registern entsteht ein Verdunstungseffekt: der Abluft wird die Wärme entzogen und in die Register der Zuluftanlagen transportiert. Mit dieser gewonnenen Energie wird dann die warme Außenluft heruntergekühlt. Man kann also sagen, dass die warme und verbrauchte Abluft die frische Außenluft, die bisher bei der alten Anlage maschinell gekühlt werden musste, herunterkühlt. Bis zu einer Außentemperatur von 28,5 °C ist keine maschinelle Kühlung in den Lüftungsanlagen nötig, um Räume auf 20 °C zu klimatisieren.
Die adiabatische Kühlung in den Bettenhäusern rechnet sich gleich dreifach: In Bezug auf die Gebäudekühlung, die Stromeinsparung und die Verringerung des CO² Ausstoßes. „Aufsichtsrat und Kreistag haben strategische Weitsicht bewiesen, indem sie die nicht unerheblichen Investitionen in die Nachrüstung der Bettenhäuser mit der adiabatischen Technik bewilligt haben“, so Dr. Dennis Göbel, Geschäftsführer des Klinikums. „Wir sind nun im Klinikum Heidenheim vorbereitet auf die klimatischen Veränderungen der Zukunft.“
Das neue Gebäude Haus L, das im November eingeweiht wird, ist ebenfalls mit der adiabatischen Technik ausgerüstet.











